Segeln in rauher See: Was Wind und Wellen mit Horst Köhler zu tun haben

... beschreibt ein Student in seinem Blog, anhand eines Windsurfing-Wochenendes an der Ostsee (Howacht):

Nachdem ich nun sehr lange nicht mehr
‘gewindsurft’ bin, war es gar nicht so einfach sich auf dem Brett zu
halten ohne ins Wasser zu fallen. Da waren die eisigen Füße, die nicht
ganz gehorchen wollten, die Wellen, welche das Brett zum schaukeln
brachten, und der Wind, der immer wieder umschlug und das Segel in
ungünstigen Momentan zu attackieren schien. Am Anfang war es ein ganz
schöner Kampf, später ging es dann immer besser.

Irgendwie musste ich an unsere Politiker
denken. Ihr Job ist es, die Geschicke des Volkes zu lenken und
Entscheidungen zu treffen, welche nicht nur die aktuelle Lage
verbessern, sondern auch in eine bessere Zukunft führen sollen. Sicher
haben auch sie häufig das Gefühl, ihre Füße seien Eisklumpen, die nicht
gehorchen wollen, dass im Sekundentakt Wellen auftauchen, die ihr
Fundament zum schaukeln bringen und dass der Wind sich unaufhaltsam
dreht und aus neuen Richtungen ihr Segel angreift. Dabei über Wasser zu
bleiben, mit aller Kraft das Segel zu halten und in die richtige
Richtung zu steuern – da gehört schon einiges dazu. Gerade in letzter
Zeit, wo die Wellen und der Gegenwind extrem stark sind, ist es schwer,
den richtigen Kurs zu wahren. Bestes Beispiel ist unser Bundespräsident
a.D., Horst Köhler, der sich nicht mehr länger auf dem Brett halten
konnte und freiwillig ins Wasser sprang.

Quelle: "Verbunden"