Kein reines Thema für Charter-Freunde, aber das Gespenst, das unter Bootseignern umgeht: Osmose und Osmose-Bahandlung. Habe eben bei wer-weiss-was eine Antwort dazu gefunden, die mir so gut gefallen hat, dass ich sie euch nicht vornenthalten möchte:
schlechte Nachrichten: Dein Boot hat Osmose. Eine Sanierung sieht
folgendermaßen aus:
1. Boot an Land stellen und saubermachen.
2. Das Unterwasserschiff genau untersuchen und einige Blasen aufstechen.
Riecht es säuerlich bzw nach Essig, ist das die sogenannte
Osmosekrankheit. Sie entseht dadurch, daß das Gelcoat zwar Wasserdicht
ist, aber nicht Wasserdampfdicht. Wassermoleküle durchdringen (in
Fachkreisen sagt man "diffundieren") die Gelcoatschicht und lösen das
Polyesterharz auf. Und damit fängt die Arbeit an.
3. Das Gelcoat runterfräsen, man kann auch Sandstrahlen.
4. Das Laminat soweit abtragen, bis sich keine Blasen mehr zeigen und
keine feuchten Stellen mehr zu sehen sind.
5. Schiff austrocknen lassen.
6. Neues Laminat aufbauen, am besten mit Isophtalsäureharz. Das ist
resistenter gegen Osmosebildung als Polyesterharz. Gut ablüften und
ausgasen lassen.
7. Danach wieder eine Gecoatschicht aufbauen, aber nicht zu dünn.
Mehrere Lagen 2 K Lacke tun das gleiche. Nicht Sparsam sein mit dem
Zeug.
8. Schiff zu Wasser lassen und man hat dann wieder seine Ruhe.
Es ist eine Schweinearbeit, wenn man das selber machen will. Von der
Kostenseite mal ganz zu schweigen. Rs gibt einige Spezialfirmen, die
sich auf Osmosesanierung spezialisiert haben. Aber Billig ist der Kram
nicht.
Vielleicht hast Du ja auch Glück, das sich nur der Unterwasseranstrich
auflöst. Das sieht so ähnlich aus. Nimm Dir nen Gutachter, der kann eine
entsprechende Aussage machen.
Quelle: wer-weiss-was
Letzte Kommentare